Spiegelglut

Das leere Gesicht der nächtlichen Straße, meine Schritte tropfen in das Meer unter der Erde. Du bist Knospe am Morgen nach der Zukunft und teilst meinen Willen in gestern und heute. Ich warte auf die Ansicht des Flusses. Die Sanduhr steht auf halb drei, als die Schwäne an den Ufern zögern. Dein Schweigen zittert. Ich„Spiegelglut“ weiterlesen

Wenn ich Dich wie ein Buch lese. Rajvinder Singh

Die Gedichte von Rajvinder Singh sind wie träumende Spuren in frisch gefallenem Schnee. Sie sind geduldig und weise und ruhen im Herzen der Stille: „Lebend auf halbem Weg / wie ein Grabmal // zurückgezogen irgendwo / in Hochstimmung // zwischen „war“ und „werde“ / bin-ich, bin-auch-nicht, parallel // gewesen und erwartet zugleich“. Daneben stehen Prosagedichte„Wenn ich Dich wie ein Buch lese. Rajvinder Singh“ weiterlesen

Mohnmund gläsern

Aus den Trieben der Bäume tropft Wolkensüße auf den Asphalt des Morgenrots. Mein gieriger Schritt schmilzt über den Dünen. Kirschliebe Nacht schneevergessen. Aus langen trägen Wintern. Müde Augen brechen in das Herz des Lichts über dem kalten, blassen Meer. Mein stiller Berg. Alpha und Omega in den Berichten aus Glas. Ich warte auf die schmale„Mohnmund gläsern“ weiterlesen

du Wundergecko. Astrid Nischkauer

Die beim Gang durch Museen und Galerien geernteten Visionen, die an Bildern und Exponaten haften, die sie gleichsam verströmen, sind die eindrucksvollen Essenzen dieser Gedichte. Die Symbiose zwischen Bild und Betrachter feiert dabei kristalline Feste, bei denen die alten Kunstwerke lebensprall in die Gegenwart drängen: „ein leichtes Kräuseln der Stirn / während das Wasser den„du Wundergecko. Astrid Nischkauer“ weiterlesen

Nähe

Du stehst an der Spitze des Schnees in meinem Morgensee. Deine zärtlichen Blätter wie Blicke fließen über das weiche Wasser meiner Haut. Ich bin ein roter Tropfen am Horizont. Er tränkt deinen silberstillen Zweig. Dann wieder Sand unter den Füßen, im kahlen Wind der Stadt. Ich bin geborgen vor den Kaminen. Meine Briefe an dich,„Nähe“ weiterlesen

Haltlose Zustände. Lutz Steinbrück

Die metallischen Schnittmengen der Wahrnehmungen innerhalb einer diffusen, vielschichtigen Welt macht Lutz Steinbrück in seinen Gedichten und Textcollagen zum Nabel der poetischen Betrachtungen. Dabei entsteht ein neuer, mit vielerlei Sinnen erfahrbarer Horizont, der unser viel zu hektisches, volltechnisiertes Leben auf den Kopf stellt, das seine eigentlichen glückhaften Keime vergessen zu haben scheint: „Du traumhaftes Mikrofaserland„Haltlose Zustände. Lutz Steinbrück“ weiterlesen

das kleingedruckte. Linda Vilhjálmsdóttir

Die Gedichte der isländischen Lyrikerin Linda Vilhjálmsdóttir sind mit hartem, bunten Garn genäht, das kristallklare Bilder herausarbeitet, die sich in den Geist schleichen und dort haften bleiben, eine ganze Zeitlang, die über den Atemzug des puren Lesens weit hinausreicht. Vornehmlich die isländischen Frauen geraten in diesem Band in den Blick. Jener ist von Seiten der„das kleingedruckte. Linda Vilhjálmsdóttir“ weiterlesen

Klaviatur rouge

Ich gehe durch die Fugen des Sommers an deiner Hand über mein bettelndes Feld. Du küsst Sonne an meine Schläfen. Ich bin wie ein unruhiges Tier, meeresflüchtig. Du steckst mir Seesterne an meine ratlosen Kleider. Mein Haar reicht bis in die Wolken, aus denen bunte Schiffe fallen wie Sätze auf das Papier. Ich schreibe an„Klaviatur rouge“ weiterlesen

Am Ende der Stadt. Adina Heidenreich

„Es stieg eine Stimme aus der / Erde hervor, und ich hörte sie / und nahm sie an und machte sie / zu meiner. //“ Und diese Stimme träufelt aus einem schlanken Flakon einen wunderbaren weichen Duft, der sich an die Leser und Leserinnen heftet. Er ist jung, unreif, aber dennoch intensiv. Adina Heidenreich schreibt„Am Ende der Stadt. Adina Heidenreich“ weiterlesen

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