Spiegelglut

Das leere Gesicht der nächtlichen Straße,
meine Schritte tropfen in das Meer unter der Erde.
Du bist Knospe am Morgen nach der Zukunft
und teilst meinen Willen in gestern und heute.
Ich warte auf die Ansicht des Flusses. 
Die Sanduhr steht auf halb drei, als die Schwäne 
an den Ufern zögern. Dein Schweigen zittert.
Ich lege es in Papier mit seidener Schrift 
und flechte die Flamme zum Spiegel. 
Spiegelglut, die die Zimmer verbrennt.
Alle Zeiger stehen auf Tod, wenn es nach Leben riecht, 
sagen die Füchse. 

Kerstin Fischer       

  

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