Am Ende des Rots





Im Garten Taubenstille. 
Der Baulärm zerbricht ihre Nester. 
Ich lege Kirschen über die Wut der Hammerschläge. 
Echsen rennen in die Bitterstoffe des Morgens, 
während sich die Äste der Hitze nähern. 
Ein scharfkantiges Radio dröhnt 
durch die Wörter, die in meiner Zunge schlafen.
In den Wolken zerspringen die Spiegel aus Milchglas. 
Die Splitter fallen in meinen See.
Sie schneiden das Blau aus den Kiemen der Fische.
Ich bin neue Farbe am Ende des Rots. 


Kerstin Fischer       

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Der Hotlistblog

UNABHÄNGIGE BÜCHER – UNABHÄNGIGE VERLAGE

leseschatz

Erlesenes von Hauke Harder

Pega Mund : driftout

poems notes marks occur blur crave. durch die tage : status und gedicht.

Windstriche

Steglich WordPress.com weblog

muetzenfalterin

die Welt unter meinem Hut

parasitenpresse

Verlag für neue Literatur

Nacht und Tag

Literaturblog

LiteraturReich

Ein Literaturblog

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

%d Bloggern gefällt das: