Preludio





Meine Gebrechen sind getauft wie das Wasser im Fluss.
Schneehaut, die sich vom Körper lösen wird, 
in der großen Klinik mit ihrem unbescholtenen Weiß.
Noch gehen sie mit mir an zotteligen Krücken
durch den Garten. Der Klang des Mooses erbt ihr Gesicht. 
Jeder Knochenschrei eine Note im endlichen Schatten. 
Die Endlichkeit ist ein großer Heißluftballon, 
mit dem ich Gebirge streife. 
Am Morgen noch klare, blutwarme Sicht, 
bis in das kräftige Schweigen der Birnen. 
Ich zähle die Zukunft der Walnüsse. Ihre Wege sind bleich
wie die Hände der Söhne. 
Tote Schmetterlinge in unreifen Träumen. Seid mein Kokain!
Nur die Ameisen sind auf der Flucht vor dem Gerede. 
Ich warte auf die Zeit, in der ich wieder mit Venedig schlafe
und die Flügel meiner Beine dazu laut schlagen.


Kerstin Fischer       

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