Tattoo Tod

Um mich ein Ring aus Tod. Ich staue seine Fließrichtung an den silbernen Rücken der Vögel, die ihren Himmel suchen, an diesem Tag, mit Herbst am Finger. Die dunklen Wolken weiden mein Haus. Ich sattle das kranke Pferd und reite durch meinen Fiebertraum, bis in die kühlen Spitzen des Morgens. In der Erde stecken Nadeln.„Tattoo Tod“ weiterlesen

Der Kirschzweig

Manchmal hört der Wind auf zu blühen. Dann schlägt er Karst in meine dünne Haut. Ich verliere meine Blätter und werde Herbst im Gesicht. Die harten Wangen fallen auf den Boden. Der Mund verliert seine Küsse am Winterfeld. An den Rinden der Bäume noch Lippenstift. Das Eis aber wächst in die Zukunft, bis an jenen„Der Kirschzweig“ weiterlesen

Knochenlichter

An meinem Geist noch zitternde Schuppen aus den Metallgestellen der Krankenhausbetten. Trockenfrüchte verstreut auf dem Asphalt in seiner kalten Schwüle. Die Unruhe in den Blättern ist zarter Herbst, den die Straßenbahn zerschneidet. Im Blumenladen wird Heimaterde verteilt an die Bedürftigen. Ich kaue an den Ästen der Stadt. Regen fällt auf die hohlwangige Zeit, bis zu„Knochenlichter“ weiterlesen

Rote Spindel, schwarze Kreide. Märchen im Gedicht

Märchen, tief sind sie in den Adern unserer Seele verankert, ebenso die Sehnsucht nach der Wahrnehmung des Irrealen, des doppelten Bodens der Wirklichkeit. Davon nicht weit entfernt keimt auch ein Herzstück der Dichtung. Die Fusion aus beidem, aus Märchen und Gedicht, schafft so Räume mit einer ganz eigenen, tief inspirierenden Impulsivität. Diese „Märchengedichte“ haben Birgit„Rote Spindel, schwarze Kreide. Märchen im Gedicht“ weiterlesen

Lederjackenwetter. Frída Ísberg

Die Gedichte von Frída Ísberg sind wie wilder, herber Wein. Dabei ungeheuer aufrichtig und authentisch. Es dominiert eine eher verborgene Poesie, die allerdings ein gehöriges Volumen hat, um zu überzeugen: „der mensch wächst / nicht wie ein baum / sondern wie eine wiese //“. Der Stoff ist solide: die Lederjacken, der Obdachlose, der Aberglaube, der„Lederjackenwetter. Frída Ísberg“ weiterlesen

Nach dem Skorpion

Ich schließe die Fenster des dunklen Weges und lass meine Schritte in Meere fließen, an der Südseite der fremden, wachsenden Frucht. Ein Buch mit leeren Seiten, die der Wind bewegt. Die Träume ausradiert, bis auf einen Skorpion. Er läuft über dein Herz entlang deiner Gezeiten am Rand der Wüste. Deine Hände graben im Sand nach„Nach dem Skorpion“ weiterlesen

Postoperativ

Die trockenen Flure bleichen die Gesichter. Ich pflücke die Stimmen von a nach b. Meine Schritte tropfen leise über den Weg in die blaue Lagune. Um den Hals des Arztes baumelt ein Kreuz, als seine Finger in meine Zukunft tauchen. Schmerzstillstand in narbigem Land. Die Zweifel am Stigma ziehen mit den Wolken. Ich betäube den„Postoperativ“ weiterlesen

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