Silvester

Über meinem Haus die breiten Flügel geträumter Meere.
Sommerindizien. Sie lösen das Erbarmungslose 
aus den Wintergittern des Gartens, machen es erbärmlich. 
Die nackten Zweige sterben süß am witternden Morgen.
In der weißen Erde der Stille der Abdruck meines Gesichts.
Ich falte die Hände zur Glut, die ihre Musen findet. 
Fridas schwarze Affen springen durch das Zimmer
und werden zu Engeln in blinden Spiegeln. 
Das Sonnenlicht klebt am trächtigen Glück, 
das gar nicht vorgesehen ist an diesem letzten Tag des Jahres.
Ich flute die Geburt meiner neuen Straße florentinisch. 
Das Vorrecht an Silvester. 
Morgen dann wieder weiter durch schwarzes Dickicht.
In der Sonnenglast die Tauben, sie sind nur verkleidet. 




Kerstin Fischer  

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