An der Peripherie des Wartens

In meiner dunklen Kammer liegt ein Engel. Er breitet die Flügel über meinen Alptraum. Ich schlafe in Nachtmilch. Sie läuft über meine Haut. Von dort tropft sie in die Ritzen der Dielen. Sie ist wieder dunkel geworden nach dem Sonnenuntergang. Vor zwei Tagen noch war sie himmelblau. Sie ist fieberheiß und meine Beine sind taub.„An der Peripherie des Wartens“ weiterlesen

Die Reise des Sinns

Ich lege den Sinn in weiße Koffer und trage sie über den Bahnsteig. Der einrollende Zug nimmt mich auf. Die weißen Koffer werden zu Vögeln, die durch die Waggons fliegen. Sie schlagen gegen die schmutzigen Scheiben. Milch tropft aus ihren Flügeln. Ich koste die Milch. Sie schmeckt nach Fragen, über die ich meine gebrechlichen Zelte„Die Reise des Sinns“ weiterlesen

Corona Bahnhof

Auf dem Bahnsteig leere Spiegel, an denen die Tauben picken. Corona liegt aus. Verwischte Angst in den Farben des Mondes. Ein Mann geht im Kreis. Der Wind öffnet seine Schuhe. Er fliegt davon vor dem Gezeter in den Krankenhäusern. Eiston am Gleis, garstiges Pfeifen, das vordringt in kalte Steppen. Aus den Wolken fallen Särge. Sie„Corona Bahnhof“ weiterlesen

Vor der Überfahrt

Draußen das leere Klappern auf der breiten Straße tönt in das weite, kalte Feld unter den Begierden des Schnees. Ich suche nach Fußspuren verspäteter Engel. Mein Schweigen ist konserviert. Seele unter Milchglas. Ich vertäue meine Angelegenheiten für die Überfahrt. Im kühlen Glanz des Sees Warten auf Licht. Am Horizont nur hungriges Eis. Meine Hände liegen„Vor der Überfahrt“ weiterlesen

Schäferstunde

Über den Gleisen blättert Winterlicht. Die Kälte ist zutraulich an diesem Morgen. Schäferstunde mit den Illusionen. Die Zukunft, ein schwächelndes Kind. Ich gehe durch seine Fieberträume und baue ein Kartenhaus aus Sicherheit in trägem Sturm. Weise Geländer, die im Schatten der Herzdame liegen. Ich breche meinen Zweig noch vor der Zeit. Er blüht nach innen.

Aufstieg

Gewürfelte Einsicht schwarz – weiß. An mir kleben die Blätter der Erkenntnis platonischer Höhlen. Ich nehme die Sonne zur Schwester. Mein Gang ist Herz. Ich webe an weißer Zuversicht und berühre die Schwielen des Tages. Mein Schatten wird leichter Wind. Ich halte mein Gesicht in frischen Schnee, in dem sich die Träume abbilden. Träume von„Aufstieg“ weiterlesen

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