Kosmogonie

Die Hitze klebt in heißen Blättern an den unruhigen Körpern. Sie laufen Sterne über dem bespuckten Boden des Bahnhofs, ohne es zu merken. Ich spüre in die Galaxie ihrer Wege und finde gute Worte und kristallene Tränen über die Anarchie des Schicksals. Wer will die Sterne bewerten? Tauben zwischen Brotkrümeln Tauben aus Glas. Gläserne Wacht„Kosmogonie“ weiterlesen

Sommerlyrik …

Um leeren, weißen Raum abgeerntete Zeit Ich schnitze Träume außerhalb der Messe das blaue Blut der Hyazinthen in meinem Sommermohn die Zukunft verborgen wie Dotter in einem Ei Ich rolle sie über zerrissene Seidentücher auf unbenutzen Wegen blank In leerem weißen Raum picke ich am Morgen darin verborgen auch ich

Sommerlyrik

Der Wind in deinem Körper berührt meine Mohnblume in den Bewegungen des Sommers duftende Gräser auf unserer Nachthaut und ihren oliven Gesängen die getrockneten Trauben zerfallen zu Licht Frucht für Frucht aus gestern und morgen aber die Ernte ist jetzt süßer Geschmack auf unseren Zungen die neue Wörter erfinden für die Farben in den Sekunden„Sommerlyrik“ weiterlesen

Poetische Eröffnung

Schachlicht. Still. Bronzen. Ich tauche meine Zeit in die Belange der Bauern. Sie haben sieben Leben im Dienste des Königs. Dann gehe ich mit den Springern über Hecken – die Zügellosen. Sie fürchten die Eulen in den Türmen, die von Weisheit zu Weisheit fliegen und manchmal nach Petersburg in das gleiche Spiel eines Zaren im„Poetische Eröffnung“ weiterlesen

Lyriktagebuch Frühjahr 2020

Die Hitze stumm über den noch grünen Ähren milde Geburt junger Gedankengräser Sie wehen durch weiche Schatten dunkler Lippen, die mich berühren Ich liege auf schwarzen Küssen und falle durch Regennetze in weißes fragendes Licht Kerstin Fischer Graphit auf Papier. Kerstin Fischer .

Sinkstoff

Milchiges Licht über dem Regenbogen nach Ankunft der schwarzen Schwestern. Ich lösche die Brände unter ihren Zehen und schneide die Jahresringe mit Veilchenlicht aus dem Stigma der Stämme. Am Neigungswinkel der Äste ins Ungewisse Trauben an Reben aus Angst. Ich vertraue ihr nicht und die Angst sinkt in glasklare Seen, blau vor Vernunft. Kerstin Fischer„Sinkstoff“ weiterlesen

Sommer andernorts

Auf dem Weg zu meiner inneren Königin Herzpappe in Pseudo Jasmin. Sie lauert von den rauchigen Rändern der Erde her. Ich lege sie in gläserne Schalen unter die Zitronenbäume im hintersten Winkel des Gartens, gleich neben mein Vergessen, und warte auf klaren Schnee. Kerstin Fischer Graphit auf Papier. Kerstin Fischer

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Lyrikatelier Fischerhaus

Poesie, Malerei und Zeichnung. Eigene Gedichte, Bilder, Rezensionen - Lyrik only

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Jacques Williet - Aquarelliste

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