Kosmogonie

Die Hitze klebt in heißen Blättern an den unruhigen Körpern. Sie laufen Sterne über dem bespuckten Boden des Bahnhofs, ohne es zu merken. Ich spüre in die Galaxie ihrer Wege und finde gute Worte und kristallene Tränen über die Anarchie des Schicksals. Wer will die Sterne bewerten? Tauben zwischen Brotkrümeln Tauben aus Glas. Gläserne Wacht„Kosmogonie“ weiterlesen

Nachtabteil

Auf knirschender Fahrt sammle ich das Sägemehl der Gespräche. Aus den Augen fließt Blau in mein Verständnis. Ich nehme die Blätter von den Herzen und suche nach Licht. Es fließt über Tattoos. Ihr Gegenüber ist ein Sprayer. Graffitiglänzende Gedanken ein Abteil voll, außerhalb des Keifens der Schaffnerin nach mehr hitzigem Schwarz. Die Gleise sind staubig„Nachtabteil“ weiterlesen

Eros Lächeln

Meine dunkle Wäsche trocknet über den Steinen am Fluss weiß, während die Windräder ihre Lieder über die ergrünenden Felder reiben. Um mich versöhnendes Licht. Warm fällt es in die Sanduhren der Schwefeljahre, in denen die Gewitter still geworden sind, bis auf den Donner des Erinnerns in die Unnachgiebigkeit der Schieferwege mit ihrem Odem aus Anthrazit„Eros Lächeln“ weiterlesen

Poetische Eröffnung

Schachlicht. Still. Bronzen. Ich tauche meine Zeit in die Belange der Bauern. Sie haben sieben Leben im Dienste des Königs. Dann gehe ich mit den Springern über Hecken – die Zügellosen. Sie fürchten die Eulen in den Türmen, die von Weisheit zu Weisheit fliegen und manchmal nach Petersburg in das gleiche Spiel eines Zaren im„Poetische Eröffnung“ weiterlesen

Frucht

Ich baue Häuser in die müden Sitzmuster des Zuges und ernte Trauben aus dem Gleiten der vorüberziehenden Felder hinter den schwefligen Fenstern. Das Abteil ist im Sonnengebet. Die Fahrgäste sind mit den Vögeln gezogen. Allesamt. Samtene Leere um den Traum meiner Wörter von gelbem Papier mit Apfelgeruch. Kerstin Fischer

Sommer andernorts

Auf dem Weg zu meiner inneren Königin Herzpappe in Pseudo Jasmin. Sie lauert von den rauchigen Rändern der Erde her. Ich lege sie in gläserne Schalen unter die Zitronenbäume im hintersten Winkel des Gartens, gleich neben mein Vergessen, und warte auf klaren Schnee. Kerstin Fischer Graphit auf Papier. Kerstin Fischer

Wunde Milch

In dem schwarz-weißen Haus liegt mein Regen betäubt. In seinem sehenden Fenster erinnerte Hunde über den matt grünen Fliesen und ihren hungrigen Fugen. Ich fühle die Tragik der Johannisbeeren und ihrer Winterseelen an den Hängen des Gartens. Die Gräser haben sich mit den Schreien der Schildkröte vernetzt und die Nächte sich längst in weiten Wüsten„Wunde Milch“ weiterlesen

Mohnblumenklang

In den Pfützen spiegelt sich der Rhythmus meiner Schritte. Wasserringe. Schallwellen aus den Innenwelten vergangener Sonnenaufgänge. Mohnblumenklang. Rot und seidig im Mondmeer Wiegenlieder gebrochener Stimme. Betteln ums Überleben. Kerstin Fischer Graphit auf Papier. Kerstin Fischer

Zitierende Magnolien

Der Tod ein rosa Haus im Mutterlicht an stumpfem Instrumentenglitzern blaue Hyänen in den Flüssen über den desinfizierten Böden unter den bebenden Kurven in der Seele des Endes der Herzfrequenz die Parade des Ungewissen mit ihren Träumen aus Magnolien Gedicht und Aquarell Kerstin Fischer

Mirabellenspiele

In den Spitzen des Morgens wird mein Traum Tau über den Grashalmen. Ich warte, bis das Grün der Birken mich geduldig macht. Dann atme ich die Luft zwischen meinen Gedanken weite Wiesen bis zum Lebensende Licht auf dem Papier, auf dem ich Muscheln pflanze, aus dem Perlmutt der Ideen. Deshalb bleiben die dunklen Häfen ohne„Mirabellenspiele“ weiterlesen

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

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ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

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