Lyrik Noire

Ich sitze dir gegenüber zwischen den morphinen Augen der Nacht und dem trockenen Mund des Tages. An der Kante der Erde Papier aus Blei. Eine Spur Himmel fließt in meine Hand und versiegt über dem Relief der Stadt. Wolfsschluchten im Neonlicht mit Samen aus Kokain. Ich zeichne das letzte Blatt der Winterbäume auf die schweißnasse„Lyrik Noire“ weiterlesen

Am Ende des Rots

Im Garten Taubenstille. Der Baulärm zerbricht ihre Nester. Ich lege Kirschen über die Wut der Hammerschläge. Echsen rennen in die Bitterstoffe des Morgens, während sich die Äste der Hitze nähern. Ein scharfkantiges Radio dröhnt durch die Wörter, die in meiner Zunge schlafen. In den Wolken zerspringen die Spiegel aus Milchglas. Die Splitter fallen in meinen„Am Ende des Rots“ weiterlesen

Asphaltkokain

Dicht über dem Boden der Rochen der Stadt. Er schluckt abwartende Zigarettenstummel, rotgeschminkt. Das Bellen des Hundes wellt sich in die sonntagbewegte Straße, als Leiber aus den Vorgärten quellen. Gras reißt an den Steinmauern der Abbruchbauten. Käferwinseln an nass hallender Wand. In die Leere rieselt Kalk, weich und wild. Meine Gedanken kehren schwarzen Schnee in„Asphaltkokain“ weiterlesen

Nachtschabe

Die Nachtschabe in der Ecke des weißgeerdeten Zimmers ist blaublütig. In ihren Augen bitterer Mond. Er fließt in die schwarze Wüste auf den Fensterbänken der Stadt. Aus nutzlosen Screenshots fällt herber Schnee in die Geburt meiner Jurte, inmitten von rostigen Wäldern. Deshalb oder vielleicht. Sie ist noch feucht und nackt und ohne Dornen von Da„Nachtschabe“ weiterlesen

Meerschaum

Das Gift aus den Waben grauer Blicke fließt in die zarte Bauweise meines Hauses. Ich hole meine Findelkinder aus dem Garten, die unter dem Flieder schlafen. Die feinen Gerüche zerbrechen über dem Weg, am schwarzen Splitter in meiner Haut, denn die Äste sind scharfzüngig geworden, über Nacht. Aus dem Mund des Papiers kommen wunde Wörter.„Meerschaum“ weiterlesen

Am Ende des Windes

Das alte Zimmer um die Mutter zerbricht mit der Muschel in ihrer Hand. Von den Wänden bröckelt Kindheit in die Brotkrumen auf dem Teller. Sie sind aus dem Krieg gefallen, durch zersprungene Spiegel, wie die Angst, die schwarze Katze, die durch den Keller schleicht. Die faltigen Hände der Mutter graben sich in ihr dichtes Fell,„Am Ende des Windes“ weiterlesen

Der Hotlistblog

UNABHÄNGIGE BÜCHER – UNABHÄNGIGE VERLAGE

leseschatz

Erlesenes von Hauke Harder

Pega Mund : driftout

poems notes marks occur blur crave. durch die tage : status und gedicht.

Windstriche

Steglich WordPress.com weblog

muetzenfalterin

die Welt unter meinem Hut

parasitenpresse

Verlag für neue Literatur

Nacht und Tag

Literaturblog

LiteraturReich

Ein Literaturblog

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen