Mirabellenspiele

In den Spitzen des Morgens wird mein Traum Tau über den Grashalmen. Ich warte, bis das Grün der Birken mich geduldig macht. Dann atme ich die Luft zwischen meinen Gedanken weite Wiesen bis zum Lebensende Licht auf dem Papier, auf dem ich Muscheln pflanze, aus dem Perlmutt der Ideen. Deshalb bleiben die dunklen Häfen ohne„Mirabellenspiele“ weiterlesen

Lila

Meine Wörter sind Früchte der angegriffenen Haut in mir. Sie ist transparent. Ihre Poren sind Landschaften, die ich nie bereist habe. Feuerland ist auch dabei … und ein Lavendelfeld. Ich sammle die Blüten und trinke Lila. Es tropft auf das Papier, als hätte ich mich geschnitten. Der Atem der Kiefer geht darüber hinweg. Ich zerbreche„Lila“ weiterlesen

Süßer Sand

Du verknotest die meterlange Zeit zu einem samtweichen Mund. Dann legst du dich in meine Schmetterlinge und singst ihre warmen Melodien, die in die Fliederpelze der Herzkammern dringen. Ich bin dein Nerz. Wach und ruhig. Licht bei Nacht über den Kreuzen an unseren Wegen, die vor der Glut unseres Begehrens erröten. Eisnahe Himmelsschrift. Unter deinen„Süßer Sand“ weiterlesen

Olivenstaub

Im Hain des Wohnzimmers meine empfindliche Frucht zwischen den sprießenden Olivenzweigen. Sie wächst zu dir und duftet nach Schrift. Ich veratme ihre Wörter über den dunklen Augenrändern der Stadt. Nichts geschieht, aber alles bleibt möglich. Mögliche Frucht hinter dem Sprießen in den leeren Zimmern und den Liebesspielen vor den kahlen Wänden, zu Opfergesängen schlagender Türen„Olivenstaub“ weiterlesen

Lyriktagebuch Frühjahr 2020

Über dem Fluss weidet ein weißes Lächeln in den Berichten der Morgennebel – Ankunft und Abwesenheit, stiller Samen, der die Welt berührt. An feinem Gewebe tauender Gedanken fallen die Nächte in glitzernden Weizen. Sonnenglast, die den Sand auf dem Weg beruhigt. Ich laufe über deinen bunten Staub unter den Augen des Flieders, der meine blutenden„Lyriktagebuch Frühjahr 2020“ weiterlesen

Lyriktagebuch Frühjahr 2020

Die Stille spricht mit den Blüten der japanischen Kirsche, vor deinen Horizonten, in den Linien der weißen Vögel aus den durchwachten Träumen. Dort gleitet die Freude am Milchglas der Regenbögen von dir zu mir, von dir zu uns; von uns in das zärtliche Ungewisse. Erdenblindheit mit Liebe rotgetupft. Die Frage nach dir – Ich zeichne„Lyriktagebuch Frühjahr 2020“ weiterlesen

Lyriktagebuch Frühjahr 2020

Ich breche ein Stück Leben aus dem Garten. Im Komplott mit der Kirschblüte hole ich meine Träume von den roten Segelschiffen, um sie mit dem Geschmack nach Birkenrinden zu nähren. In mir tanzen Apfelkerne, munter wie Seeschwalben. Ich rieche nach Apfel für einen Tag und flicke zerissene Netze kraft meiner Frucht an den Ästen der„Lyriktagebuch Frühjahr 2020“ weiterlesen

Lyriktagebuch Frühjahr 2020

Über dem heißen Mittagsmoos die schwangere Süße meines Zerfalls in weißen Minuten zwischen den Schenkeln der japanischen Kirsche die Flügelschläge der blauen Schmetterlinge neu und ruhig aus fremden hellen Häusern in die meine Schritte fließen denn ich komme aus dem Regen Blutlicht. Aquarell und Gedicht copyright Kerstin Fischer

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