Spiegelglut

Das leere Gesicht der nächtlichen Straße, meine Schritte tropfen in das Meer unter der Erde. Du bist Knospe am Morgen nach der Zukunft und teilst meinen Willen in gestern und heute. Ich warte auf die Ansicht des Flusses. Die Sanduhr steht auf halb drei, als die Schwäne an den Ufern zögern. Dein Schweigen zittert. Ich„Spiegelglut“ weiterlesen

Mohnmund gläsern

Aus den Trieben der Bäume tropft Wolkensüße auf den Asphalt des Morgenrots. Mein gieriger Schritt schmilzt über den Dünen. Kirschliebe Nacht schneevergessen. Aus langen trägen Wintern. Müde Augen brechen in das Herz des Lichts über dem kalten, blassen Meer. Mein stiller Berg. Alpha und Omega in den Berichten aus Glas. Ich warte auf die schmale„Mohnmund gläsern“ weiterlesen

Nähe

Du stehst an der Spitze des Schnees in meinem Morgensee. Deine zärtlichen Blätter wie Blicke fließen über das weiche Wasser meiner Haut. Ich bin ein roter Tropfen am Horizont. Er tränkt deinen silberstillen Zweig. Dann wieder Sand unter den Füßen, im kahlen Wind der Stadt. Ich bin geborgen vor den Kaminen. Meine Briefe an dich,„Nähe“ weiterlesen

Klaviatur rouge

Ich gehe durch die Fugen des Sommers an deiner Hand über mein bettelndes Feld. Du küsst Sonne an meine Schläfen. Ich bin wie ein unruhiges Tier, meeresflüchtig. Du steckst mir Seesterne an meine ratlosen Kleider. Mein Haar reicht bis in die Wolken, aus denen bunte Schiffe fallen wie Sätze auf das Papier. Ich schreibe an„Klaviatur rouge“ weiterlesen

Traumgestern

Weiße Nächte wie Schwäne. Schneehell. Die Wände der erwachten Zimmer spiegeln Gesichter. Gläserne Schicht, wütend, ängstlich und am Leben, in dem Moment vor dir. Er ist noch blass, denn wir kommen von frostigen Märkten. Du hälst Seegräser in deinen warmen Händen, damit ich das Fenster für die Muschel öffne. Danach fällt ihre Perle in deinen„Traumgestern“ weiterlesen

Zögern

Die Wände zittern noch vor Nacht. Nachtschatten. Dein Schatten. Dein Lichtgewächs, vorsichtig in den Betten. Ich schlage die Decke zurück, wegen der Schwalben. Es ist Sommer unten am Fluss. In meinem Zimmer bleibt es Herbst, in den müden Augen des Winters. Der getrocknete Lavendel auf der Kommode ringt nach Sonne und Erde wie ich. Sanft„Zögern“ weiterlesen

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