Es ist still geworden um meinen Teich …

Es ist still geworden um meinen Teich. Ich träume noch in die Frühe. Vogelstimmen hängen an meinen Wimpern. Aber ich bewege die dunkle Last über den Bahnhof durch den Menschenstrom. Mein Weg ist eine Amphibie. An mir haften fremde Gesichter, glühende und erkaltete. Ich kaufe Kaffee und trinke Hoffnung. Dann beuge ich mich der Übermacht„Es ist still geworden um meinen Teich …“ weiterlesen

Ich gehe durch die Stadt …

Ich gehe durch die Stadt. Die Botschaften der Kastanien klingen über dem Asphalt. Ich steige in ein Taxi und treffe auf Wörter aus Schnee. Wir fahren unter den Augen der Eulen über verwirrte Straßen, vorbei an dem blassen Krankenhaus, wo Passanten mit der Angst Händchen halten. Ich schneide mir eine Scheibe vom Wetterlaib. Sonnenglast in„Ich gehe durch die Stadt …“ weiterlesen

Herbstvision

Im roten Kreuz der Herbstnebel Hagebutten. Eicheltanz unter meinen Füßen. Rehe fliehen vor ihrer Zeit. Der Tod kommt in Silben mit den kühlen Regentropfen auf das gepflügte Feld. Ich sehe in die tiefe rostbraune Erde und ernte mit den Raben dunkle Milch. Kerstin Fischer

Herbstgang

Unter meinen Füßen knacken Eicheln in die Herbststille und berühren das Krächzen der Raben über dem Feld. Ich gedenke der zerworfenen Sommer in kornblumenblau. Nun verlieren die Blätter ihr Blut. Ockerlicht, braunes Beruhigen treibt in warme Zimmer, windgeschmeidig, die Musik anthrazit. Ich lege den Mantel um mein Gedicht.

Die Stadt

Stadtgeflimmer. Stimmen verschwinden in Spalten. Hölzernes Hacken der Schuhe auf berunkenem Pflaster. Auf den Bügeln wehen T-Shirts aus Bangladesch. Münder eilen ihren Hirnen voraus in die Marktpassage. Die Regenbögen sind die Einkaufsnetze des heiligen Konsums. Cashback für die Kaninchen in den Zoohandlungen, die mit rauen Zungen von Wiesen reden, während Orangen auf den Bordstein rollen„Die Stadt“ weiterlesen

Herbstnotiz

Sonnenwasser zwischen uns. Es scheint auf meine Haut und wärmt meine Nacht. Am Horizont Elche, Septemberscherenschnitte in milder Herbstglut begehren das Vergehen. Wir vergeben den Raupen in uns, damit wir Schmetterlinge zeichnen, mit weisen, weißen Federn. Ich träufle ihren Beginn in den singenden Nebel auf dem Feld über das schon die Krähen ziehen. Der Morgen„Herbstnotiz“ weiterlesen

Ernte

Herbstflügel tupfen schon gelbe Blätter in das Gras. Die Schale des Spätsommers leuchtet über dem gepflügten Feld. Am Wegrand taumeln Brombeeren in die dunklen, gierigen Mäuler der Waldläufer. Ich häute die Ruhe über dem Fluss und sammle das Blau aus den letzten Kornblumen bis Wörter aus ihm entstehen. Meine Ernte ist blau. Kerstin Fischer

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