Schräg am Federbug. Leo Pinke

Die Gedichte von Leo Pinke sind kryptisch schön und pulsieren in einem feinen, zurückhaltenden Rhythmus ins lyrische Nirwana. Dies mit einer erstaunlichen Wucht und Schärfe: „Einsam legiert abwesendes Leben / das Kupferstück in der Hand – / “. Mit Akribie ist auch die Natur darin handverlesen wie die Zweige der zwischenmenschlichen Räume und ihrer Intarsien:„Schräg am Federbug. Leo Pinke“ weiterlesen

Überall, wo wir Schatten warfen. Ingrid Mylo

Ingrid Mylo spielt mit der Ambivalenz der Sinne, die mal verwerfen, dann wieder am Leben halten, verbergen, finden, träumen, lieben und trauern. Poetische Nachtkerzen sind so entstanden, die das Morgenlicht schwer macht: „Er wollte dein Lachen, aber / die Lieder, die er dir schenkte, / waren den Spinnweben gleich / abgestreifte Umarmungen, waren / Verzicht.„Überall, wo wir Schatten warfen. Ingrid Mylo“ weiterlesen

Kyung. Eva Maria Leuenberger

„Dicteé“, daran hatte sich Eva Maria Leuenberger, die mit dem lyrischen Ich wohl gleichzusetzen ist, infiziert. Dictée ist ein „palimpsest einer fragmentierten identität“ und das einzige Buch der koreanischstämmigen, feministischen Avantgardekünsterlerin Theresa Hak Kyung Cha. Es handelt von „Identität“, „Macht“ und „Sprache“, wie den Anmerkungen Eva Maria Leuenbergers zu entnehmen ist. Der Tod Chas, die„Kyung. Eva Maria Leuenberger“ weiterlesen

Sonnenwenden. Ágnes Nemes Nagy

Die Verse der ungarischen Lyrikerin Ágnes Nemes Nagy ( 1922-1991) schillern wie Seeraupen, sind unterwürfig, ohne erlegen zu sein, weiden sich, perlen, stürzen Täler hinab und vibrieren unter der Waghalsigkeit, sich einem Gott zu nähern wie in dem Zyklus „ Aus Echnatons Aufzeichnungen“: „Etwas müsste ich doch / gegen die Qual tun. / Einen Gott„Sonnenwenden. Ágnes Nemes Nagy“ weiterlesen

Einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt. Raoul Eisele

Die Gedichte von Raoul Eisele sind zarte Libellenflügel, die sich durch das feine Geäst der Innenreiche der Geliebten des lyrischen Ichs bewegen. Dennoch, sie bleiben auf dem Weg zu „mon amour“, mit dem verborgenen Wissen, dass man den anderen weder begrenzen noch ganz erreichen kann. Alles bleibt somit grazile Annäherung an den absoluten Moment mit„Einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt. Raoul Eisele“ weiterlesen

Neue staubige Tage. Nuovi giorni di polvere. Yari Bernasconi

Die Asche, die aus der Philosophie der Zerstörung fällt, hat Yari Bernasconi auf seiner Europareise aufgefangen und in seine Verse getragen. Jenen Versen, die in mehreren Zyklen angeordnet sind, liegt ein grandioser Instinkt zugrunde, mit dem der Dichter Witterung aufgenommen hat, vor allem an verfallenen Stätten oder an verwaisten Plätzen in Estland, den piemontesischen Bergen,„Neue staubige Tage. Nuovi giorni di polvere. Yari Bernasconi“ weiterlesen

Gedanken Kartograf. Gedichte und Zeichnungen. Claudia Kohlus

Die Gedichte von Claudia Kohlus sind Wasserspiele des Geistes. Sie berühren, unterhalten, berücken und überraschen. Im Azur ihrer Gewebe keimen die Stille und das Laute der Innenwelten des lyrischen Ichs gleichermaßen auf hohem phantasieinternen Niveau: „Vorsichtig taste ich mich durch die Dunkelheit / atme ein / im Schrei einer Eule //“. Diese Ausgewogenheit korrespondiert mit„Gedanken Kartograf. Gedichte und Zeichnungen. Claudia Kohlus“ weiterlesen

American apocalypse. Gedichte und Fotografien. Isabella Feimer. Manfred Poor

Die Schriftstellerin Isabella Feimer hat zusammen mit dem Fotografen Manfred Poor Amerika bereist. Auf dieser Reise sind hinreißende Gedichte und Fotografien entstanden, die in perfekter Symbiose miteinander leben. Die Impressionen aus Arizona, Kalifornien, Alaska, Miami oder New Mexico, um nur einige Stationen zu nennen, sind irisierend. Bilder aus Kneipen, von Stränden, von Wolkenkratzern, Schrift in„American apocalypse. Gedichte und Fotografien. Isabella Feimer. Manfred Poor“ weiterlesen

Nichts, nur. Walle Sayer

Eine eindrucksvolle Werkschau liefert dieser Band, der sich aus 35 Jahren Schaffenszeit speist. Darin sind in fünfzehn Kapiteln Gedichte versammelt und Erzählminiaturen, die allerdings eine sehr große Nähe zum Prosagedicht haben, so dass man eigentlich von einem Lyrikband sprechen kann. Die Texte sind nicht chronologisch angeordnet. Gedichte des jungen Lyrikers stehen neben denen aus reiferen„Nichts, nur. Walle Sayer“ weiterlesen

Der sechste Wintermonat. Björg Björnsdóttir

In den Gedichten von Björg Björnsdóttir dieses bibliophilen Lyrikbandes verschmilzt das lyrische Ich oft und gern mit der es umgebenden Natur, ihrer weisen Weite und Unabdingbarkeit, sommers wie winters. Der Jahresverlauf gibt dem 12teiligen Zyklus Struktur, in dem es nach dem alten isländischen Kalender nur Sommer -und Wintermonate gibt. Deshalb tauchen auch in den Titeln„Der sechste Wintermonat. Björg Björnsdóttir“ weiterlesen

Lyrikatelier Fischerhaus

Poesie, Malerei und Zeichnung. Eigene Gedichte, Bilder, Rezensionen - Lyrik only

morehotlist

Magazin der unabhängigen Bücher & Buchmenschen

leseschatz

Erlesenes von Hauke Harder

Pega Mund : driftout

poems notes marks occur blur crave. durch die tage : status und gedicht.

Windstriche

Steglich WordPress.com weblog

muetzenfalterin

die Welt unter meinem Hut

parasitenpresse

Verlag für neue Literatur

Nacht und Tag

Literaturblog

LiteraturReich

Ein Literaturblog

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie