Proviant von einer unbewohnten Insel. Eva Christina Zeller

Das lyrische Ich ist unterwegs in den Gedichten von Eva Christina Zeller, unterwegs etwa auf einer winzigen Schäre im äländischen Archipel, in Schweden, Irland, Venedig, Genf, um nur einige Orte zu nennen. Dies Unterwegssein fordert vor allem die Natur heraus, die sich daraufhin öffnet wie Springkraut, das man leicht berührt. Das macht alles äußerst beweglich.„Proviant von einer unbewohnten Insel. Eva Christina Zeller“ weiterlesen

Wenn ich Dich wie ein Buch lese. Rajvinder Singh

Die Gedichte von Rajvinder Singh sind wie träumende Spuren in frisch gefallenem Schnee. Sie sind geduldig und weise und ruhen im Herzen der Stille: „Lebend auf halbem Weg / wie ein Grabmal // zurückgezogen irgendwo / in Hochstimmung // zwischen „war“ und „werde“ / bin-ich, bin-auch-nicht, parallel // gewesen und erwartet zugleich“. Daneben stehen Prosagedichte„Wenn ich Dich wie ein Buch lese. Rajvinder Singh“ weiterlesen

du Wundergecko. Astrid Nischkauer

Die beim Gang durch Museen und Galerien geernteten Visionen, die an Bildern und Exponaten haften, die sie gleichsam verströmen, sind die eindrucksvollen Essenzen dieser Gedichte. Die Symbiose zwischen Bild und Betrachter feiert dabei kristalline Feste, bei denen die alten Kunstwerke lebensprall in die Gegenwart drängen: „ein leichtes Kräuseln der Stirn / während das Wasser den„du Wundergecko. Astrid Nischkauer“ weiterlesen

Haltlose Zustände. Lutz Steinbrück

Die metallischen Schnittmengen der Wahrnehmungen innerhalb einer diffusen, vielschichtigen Welt macht Lutz Steinbrück in seinen Gedichten und Textcollagen zum Nabel der poetischen Betrachtungen. Dabei entsteht ein neuer, mit vielerlei Sinnen erfahrbarer Horizont, der unser viel zu hektisches, volltechnisiertes Leben auf den Kopf stellt, das seine eigentlichen glückhaften Keime vergessen zu haben scheint: „Du traumhaftes Mikrofaserland„Haltlose Zustände. Lutz Steinbrück“ weiterlesen

das kleingedruckte. Linda Vilhjálmsdóttir

Die Gedichte der isländischen Lyrikerin Linda Vilhjálmsdóttir sind mit hartem, bunten Garn genäht, das kristallklare Bilder herausarbeitet, die sich in den Geist schleichen und dort haften bleiben, eine ganze Zeitlang, die über den Atemzug des puren Lesens weit hinausreicht. Vornehmlich die isländischen Frauen geraten in diesem Band in den Blick. Jener ist von Seiten der„das kleingedruckte. Linda Vilhjálmsdóttir“ weiterlesen

Am Ende der Stadt. Adina Heidenreich

„Es stieg eine Stimme aus der / Erde hervor, und ich hörte sie / und nahm sie an und machte sie / zu meiner. //“ Und diese Stimme träufelt aus einem schlanken Flakon einen wunderbaren weichen Duft, der sich an die Leser und Leserinnen heftet. Er ist jung, unreif, aber dennoch intensiv. Adina Heidenreich schreibt„Am Ende der Stadt. Adina Heidenreich“ weiterlesen

Lob der Aphrodite. Marina Zwetajewa

Die Janusköpfigkeit der Liebe, ihre zerbrechlichen Feuer, ihre Passion hat die russische Dichterin Marina Zwetajewa in ihren Versen verwoben und zelebriert. Ein poetischer Sturm offenbart sich mit dieser Liebeslyrik, der die Grundüberzeugungen in Bezug auf das Gute zutiefst erschüttert: „Doch in der Brust steckt mir und frisst / Der Schmerz, der älter als die Liebe„Lob der Aphrodite. Marina Zwetajewa“ weiterlesen

Ehinger Tor Utopien / Abfahrtszeiten. Marco Kerler

Das Ehinger Tor, eine Haltestelle, wird in den Gedichten zur Insel, die uns in Sicherheit wiegt, während das lyrische Ich auf den Bus wartet, der aus der Tristesse rettet, ihrem wachhaltenden, von Schneeresten bedrängten Grau. Ein Grau, das durch die Zeilen schimmert und in die schattigen, minimalistischen Denkmuster sickert, die in ihrer Pointiertheit immer wieder„Ehinger Tor Utopien / Abfahrtszeiten. Marco Kerler“ weiterlesen

weil es keinen grund gibt für grund. Axel Görlach

Eine Kraftader geht durch die Gedichte von Axel Görlach, die mit eindrucksvollen Details poetische Krater aufreißt, wie in dem Zyklus „slavkovský les – grenzland“ des Bandes: „dahinter die blühende rodung / mit einem torso aus holz, schlafsäle atmen / durch vernagelte fenster den tag/“. Immer wieder sinken Visionen des lyrischen Ichs, denen etwas Existenzielles anhaftet„weil es keinen grund gibt für grund. Axel Görlach“ weiterlesen

Mitbringsel. Walle Sayer

Walle Sayers Gedichte lauschen am Blau des Augenblicks, an den Überlagerungen all seiner anonymen Facetten. So wird der Augenblick zum Faszinosum und gleichsam zur Wundertüte, die sich dem Leser und der Leserin öffnet: „Morgenröte, da die Straßenlampe erlischt, jetzt, / wenn die Nachtschwester bei der Übergabe gähnt, / die Brezeln in der Bäckertüte noch offenwarm„Mitbringsel. Walle Sayer“ weiterlesen

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