Fluchtfragment

In meinem Zimmer gedeihen kranke Beeren
an diesem dunklen Morgen, der im Vergehen wächst. 
An meinem Körper noch die Lippen des Mondes. 
Meine Gebrechen sind die Kreidezeichen in deiner Hand. 
Immer noch glüht der Weg, wenn meine Schrift flieht
in den Schaum des Meeres trächtiger Sommer. 

Über dem Abgrund ein blühender Zweig. 





Kerstin Fischer  

Notat Noire





Zwischen den grünen Halmen der Wiese schimmert Apocalypse. 
Löwenzahn hängt am blauen Tropf des Himmels. 
Im heißen Wachs des Äthers fließt Krieg 
über den stumpfen Bernstein Hoffnung. 
Ich erkenne die Totenmaske in den Rinden der Bäume. 
Sie flieht in meine Phantasie, ohne zu sterben. 
Mohnandacht. Die Zeiger stehen auf Sommer. 
Unaufhörlich wächst Klee über den Massengräbern. 
Singvögel bauen ihre Nester in den dunkelsten Jahrhundertschacht -
Das Sehnen der Stille im Sonnenaufgang nach Frieden. 
Mit zerbrechenden Wünschen gehe ich über saftige Felder, 
den Tod im Schatten mit seinem schweren, frischen Blühen. 






Kerstin Fischer          
Lyrikatelier Fischerhaus

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