Der Kranich

Ich sitzte in meinem glasgrauen Schlauch 
inmitten des Gewispers der Zugreisenden.
Stimmenalgen. Die Worte schneiden, 
überschneiden sich.
Ein zerrissenes Netz aus Wörtern. 
Sie sind empfindlich warm und betrügen 
die Aussicht auf unverbrauchte Natur.
Sie vibrieren über den sie fliehenden Feldern outside: 
Grüne Flächen voll dürstendem Milchgras
für Rehe und Pferde im Aufwind. 
Ich hänge Wortfetzen an Leinen,
um ihren Sinn zu trocknen - senseless
wie die Ziegel der Häuser, die bis in die Wolken fliegen.
Ich hüte meinen Kranich auf dem Gang, denn
er hat mich wiedergefunden. 

Kerstin Fischer 

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