Morgen

Die Stadt eine Wandmalerei.
Getauftes Leder mein eigener Randbezirk.
Stück um Stück entnehme ich das Künftige
aus bunten Taschen darauf Sommergelübde kornblumenblau.
Im Hinblick auf die Schwere anthraziten Regens 
stilles Verharren im unendlich Endlichen. 
Ich fühle in den Anfang neuer Ketten,
die aus hellen Burgen fließen. 
Ich schnüre meine Handgelenke weiß, 
um nicht davonzufliegen. 
Mein Beben ein Gedicht -
morgen ein Gedicht.


Kerstin Fischer  

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