Der Gipfel

Ich reiße an der blauen Tapete, 
Stück für Stück aus mir, 
bis ich zum Krümel werde, 
der nutzlos auf den Gängen liegt, 
während die Tauben von meinem Wasser trinken.

Kehliges Gurren des anderen vor Feuerwänden.
Meine sind aus kühlem Stahl. 
Sie spiegeln meinen nassen Schatten. 
Ich träume er ist anmutig. 
Er wird mein Kraftballon.

Er fliegt bis in die Berge.
Dort binde ich ihn an ein Gipfelkreuz
und flechte Gesänge in den roten Morgenwind.
Über den dunklen Nester der noch verbleibenden Zeit
schon Schnee? 

Kerstin Fischer 

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