Winterbetrachtungen

Auf meiner Seele liegt Frost, seit Monaten schon 
das Gebirge aus Nichts. Die Ruhe tut mir Gewalt an. 
Welke Blütenblätter fallen aus den schalen Bewegungen. 
Vertrocknete Weissagungen im Gerippe meiner Zeit. 
Die Zukunft, sie ist eine stählerne Kugel 
und rollt vor mir her. 
Ich hangel mich durch das filigrane Geäst meiner Träume. 
Es berührt die rot gebliebenen Punkte in mir. 
Punkte, die schöne Zeichen weben über dem stillen Papier. 
Ich tauche ein in sein Weiß und benetze es mit Wörtern, 
die aus meinem Leben tropfen. Die Passion ist violett. 
Ich halte die Hand auf für das Glück. 
Es ist aus hartem Wachs in diesem Januar. 
Erst die Frühlingssonne wird es schmelzen. 
Noch stehe ich am Rand des Winters
und habe nur eine Schaufel Licht. 
Sie weckt meinen dunklen Tag, 
an den ich helle Briefe schreibe. 
Er antwortet in Rinnsalen an neuen Wegen.       

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