Wachtraum später

Unter der Schneelast die Anklage der jungen Zweige.

Sie fallen nach Süden, in die Sentimentalität der Eichhörnchen.

In den Herbstverstecken goldene Nüsse deshalb.

Ich halte Ausschau nach dem Honigmund.

Aus ihm tropft weise Süße in die leeren, kalten Schalen.

Aber an den Klippen immer noch Eis und

Nachtflügel, die die Zukunft vertreiben. Der Boden ist taub.

Das Warten gläsern geädert. Die Engel machen nur vorsichtige Bewegungen.

Ich schlucke Wüste und baue Fragen aus Ton an der Kreuzung.

Die Wege sind nass von der Passion. Ich gehe auf Scherben in trübem Licht,

im Wachtraum später, mit züngelnder Phantasie. Geschächteter Morgen.

Oder die blühenden Hände der Söhne in hellem Licht.

3 Kommentare zu „Wachtraum später

  1. Auf einen solchen Blog war ich nicht gefasst… Ich habe angefangen zu lesen und ward in den Bann gezogen, bis ich alles gelesen hatte. Deine Gedichte sind so reich an Bildern und Metaphern, wie ich es nicht für möglich gehalten habe. Ein wunderbarer Blog mit wunderbaren Texten und Bildern.

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  2. Ich konnte nicht aufhören, bis der ganze Blog gelesen war. Welch ein Reichtum an Metaphern, welch eine Sinnlichkeit der Bilder, welch eine Eloquenz der Rezensionen… Stil und Schönheit leichthin vereint!

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