Somnia

Durch gläsernes Blau fällt ein Lichtstrahl
aus zitternden Gebirgen in meine bittenden Gärten,
da wo die Zangen der Nacht begraben liegen. 
Tau über den Gebrechen meiner Winterhalme. 
Ich weide ihr Sehnen bis in die Adern des Sommers. 
Zögernde Rinden. Noch sind die Zweige der Kirschbäume kahl.
Der Tod steckt im Winter und schläft mit offenen Augen 
am Horizont. Ich rede mit seinen Blicken
und bitte um Gesang. Graue Katzen laufen über die Straße.
Sie fliehen die eisigen Häute des Windes. 
Meine Zeit an glühenden Ketten fällt von der Erde,
ganz sanft in deine Hand.       

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