Rote Spur

Ich bin verloren zwischen den Spalten der Früchte,

verloren im Warten des Wintergartens.

Das orange Sonnensegel schützt meinen wachsenden Kern,

der Briefe der keimenden Nacht notiert,

die mit den gläsernen Locken der Engel spielt.

Der Morgen liegt auf der Pritsche und trinkt den Rest Mond aus den Bechern.

Ich zeichne die Linien des Vogelfluges in meine Vergangenheit.

Ohrenbetäubendes Erinnern. Im Radius meines Hirns

telepathische Hitze vom Rand der Steppe. Mein Abgrund saugt an meinen Fingern.

Hinter mir winselt das Licht. Auf dem Höhenkamm kreiselndes Nichts.

Ich sammle die welken Blätter von Eden in geschriebenen Gräben.

Sonnenglast bricht meine Wörter zu klaren Seen, in denen Täuflinge baden.

Meine Schritte aus Wind ziehen zu dir, meine Schritte aus Wind

hinterlassen diese eine rote Spur, mit dem bleichen Gesicht am Tod.

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