Federfern

Ich öffne deine Ferne für einen Spalt breit Licht 
und lege meine Annahme in deine warme, weiße Muschel.
Zedernöl tropft aus dem Mittelpunkt der Stille
auf meine gierige Haut. Anschwellender Wind. 
Das Meer verjüngt sich zur Träne, meiner Träne aus dir 
verschlossen in den Steinen über die Salamander laufen.
Du bist meine Sonne, mein Grab, mein Wunsch,
die Feder über meiner Nacht. 

Kerstin Fischer       
 

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