Am Ende des Windes

Das alte Zimmer um die Mutter zerbricht
mit der Muschel in ihrer Hand. 
Von den Wänden bröckelt Kindheit 
in die Brotkrumen auf dem Teller.
Sie sind aus dem Krieg gefallen, 
durch zersprungene Spiegel,
wie die Angst, die schwarze Katze, 
die durch den Keller schleicht. 
Die faltigen Hände der Mutter graben sich
in ihr dichtes Fell, das seinen Glanz 
an den blau keimenden Tod verliert. 
Mehr und mehr. 
Die Frucht in den Schalen taghell. 
Weicher Zweig am Ende des Windes.  

Kerstin Fischer        
 

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