Meerschaum

Das Gift aus den Waben grauer Blicke
fließt in die zarte Bauweise meines Hauses. 
Ich hole meine Findelkinder aus dem Garten, 
die unter dem Flieder schlafen. 
Die feinen Gerüche zerbrechen über dem Weg, 
am schwarzen Splitter in meiner Haut,
denn die Äste sind scharfzüngig geworden, über Nacht. 
Aus dem Mund des Papiers kommen wunde Wörter. 
Tote Fische im nässenden Traum. 
Ich gehe mit bloßen Füßen zu auf die offene See 
und forme meinen Feind. 
Meerschaum, der über Atlantis vergeht.     


Kerstin Fischer 
     

	

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