Lehmige Himmel

Gräserstille. Meine Kinderschritte fallen
in das Leuchten des Mohns. Tropfnass, taunah hungert die Angst
in meiner Hand wie ein zahmer Vogel. Ich lehne an bitteren Rinden
und bleibe Frucht des Sommers, trotz der lehmigen Himmel.
Ich bin geerdet durch die Wörter auf federndem Papier. 
Meine Lebensziffer treibt Wurzeln,
bis in den jüngsten Schnee, 
der die Drachen aus dem Garten vertreibt.
Kirschen fallen in die Münder. Sei meine Kirsche. 
Der Weg ist voll müder Steine, bis ich es finde, 
das andere Gewissen. Ich gehe stumm durch die Haut der Nacht.  
Mein Vergessen riecht nach weißen Särgen. 
Eine Schaufel Tod. Eine Schaufel Vergeben. 


Kerstin Fischer       

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