Wunde Steine

Ich baue mein Haus in die Blausterne aus Florenz, 
an die Abbruchkante meiner essiggetränkten Wege.
Aus den Tagen in der Klinik fällt Metall
in meinen Schoss. Meine Schrift friert.
Ich rette Buchstabe um Buchstabe aus dem sterilen Meer.
Die Wasserzeichen duften schon nach Schnee. 
Noch ist die Zeit aus Papier. Mein Blick ertrinkt in dem See,
der durch mein Fenster fließt. Ich reite die Fische.
Auf dem Tisch ist die Nacht verschüttet wie Wein. 

Ich baue mein Haus in die Blausterne aus Florenz. 
Tropfen um Tropfen. Geist um Geist. 
Und auf dem verlassenen Hügel stillt die Mutter die Angst.

Ich baue mein Haus, schön und hell, mit wunden Steinen in rosé.   
  
     

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