Am Fenster





Über dem Tag Sonnenlicht aus Blei. 
Die Küche eine Scherbe mit dicken Lippen. 
Ich sehe durch das stumpfe Fenster. 
Am salzigen Rand des Weges liegt ein schmutziger Hut.
Er verdeckt alten Samen, der aus Wäldern strömte,
in Schwarz. 
Zwischen den Zähnen der Zeit hängt zu früher Schlaf, 
taub und schwer.
Ich pflücke Stunden wie Mirabellen und gebe ihnen mein Gelb.
An der Winterweide die Krähen.
Sie picken lange Nächte in den harten Boden. 
Der Tod ist noch ein Kind, 
das am Meer spielt,
im nächsten Sommer. 


Kerstin Fischer     

2 Kommentare zu „Am Fenster

  1. Liebe Kerstin,

    für moderne Lyrik muss man einen Zugang haben. Ich tue mich schwer. Es ist wie bei dem Song „A Whiter Shade Of Pale“. Im Prinzip ist der Text wirr, gefällt aber trotzdem…irgendwie. So auch Deine Lyrik. Einiges berührt.

    Liebe Grüße, Gisela

    Gefällt 1 Person

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