Überwintern

In meinen Händen trocknet Himmel. 
Ein Stück neben dir, an den sauberen Kieswegen
sind welke Blätter von mir abgefallen. 
Die Uhren haben Nüsse in die Zeit geträumt. 
Über meinen Schenkeln noch weißes Gift, das Blut an den Pinseln.
Es fließt bis in die Röte der kranken Stille
und kehrt nicht zurück.
Nur was fern ist, wird reiner Gesang. 
Am Boden dafür eine Taube mit gebrochenem Bein. 
Im Olivenhain werde ich überwintern. 


Kerstin Fischer

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