Tattoo Tod

Um mich ein Ring aus Tod. Ich staue seine Fließrichtung
an den silbernen Rücken der Vögel, die ihren Himmel suchen,
an diesem Tag, mit Herbst am Finger.
Die dunklen Wolken weiden mein Haus. 
Ich sattle das kranke Pferd und reite durch meinen Fiebertraum,
bis in die kühlen Spitzen des Morgens. 
In der Erde stecken Nadeln. Ich ziehe ihre Schuld aus dem Boden.
Auf meine schwarzen Schuhe fallen Kornblumen
aus dem Ahnengedächtnis. 
Die warmen Hände der Großmutter schnitzen meine Wörter 
in diesen letzten Tag, der noch Jahre dauert.
Immer noch schläft mein Ende im Meer mit den Seesternen. 


Kerstin Fischer  
 

7 Kommentare zu „Tattoo Tod

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