Ein Stück Licht

Der Winter grüßt mager über dem Fluss, in diesem Jahr. 
Ich stehe am Ufer mit frostkalten Händen, 
die betrunkene Tauben füttern. 
Die Eisblumen in meinem Hirn sind gepflückt. 
Ich glaube an den heilenden Wind, der durch meine Wörter weht.
Sie sind ängstliche Nachtvögel, die in ihrem Turm bleiben, 
wenn mein Zug nach Venedig geht. 
Ich bettel um ein frisches Stück Licht für meinen Körper, 
der sich auflöst wie Zucker in warmer Milch, 
die deine roten Ritter trinken. Du und das Rot. 
Es fällt von den Brücken wie gefährlicher Gesang
und färbt meinen Tropfen Wirklichkeit. 
Ich bin dein Zögern. Es sitzt auf einer einsamen Bank 
mit einer süßen Feige in der Hand. 



Kerstin Fischer      

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Lyrikatelier Fischerhaus

Poesie, Malerei und Zeichnung. Eigene Gedichte, Bilder, Rezensionen - Lyrik only

morehotlist

Magazin der unabhängigen Bücher & Buchmenschen

leseschatz

Erlesenes von Hauke Harder

Pega Mund : driftout

poems notes marks occur blur crave. durch die tage : status und gedicht.

Windstriche

Steglich WordPress.com weblog

muetzenfalterin

die Welt unter meinem Hut

parasitenpresse

Verlag für neue Literatur

Nacht und Tag

Literaturblog

LiteraturReich

Ein Literaturblog

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

%d Bloggern gefällt das: