Blinder Frieden

Ich atme deinen hellen Ton in den Tag,
den Tag, der zur zarten Figur wird. 
Sie läuft durch die Angst, 
die aus den Wänden steigt. 
Die Angst, die Geliebte der Nacht. 
Sie bricht meine Lavendelflügel, 
die mir in stillen Weiden wachsen.
Ich suche nach deinen Lippen im Garten und unter der Haut
und finde einen Tropfen Meer, fern und warm. 
Steine fallen aus meinem Geist, 
mit denen ich neue Städte baue, am Handlauf des Todes,
in blinden Frieden. 




Kerstin Fischer           

	

2 Kommentare zu „Blinder Frieden

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