Minuten aus Kupfer

Meine Beine, gebrochene Äste in diesem Winter.
Das warme Zimmer, ein Vakuum aus verblühten Veilchen. 
In meiner Handhöhle schütze ich den Kern des Endlichen. 
Er ist angefressen von der noch verbleibenden Zeit. 
Mein scheues Skelett tanzt schon unter dem Fleisch
in spätere Jahre, die fallen werden, in meinem Krieg. 
Durch die Schritte fließt Schmerz 
über die reine Haut des Gartens.
Wenn man die Erde reibt, riecht sie nach Moschus.
Sanft dringen deine Stöße durch meine Stille, 
durch mein Vergehen, das ich mit den Amseln teile.
Meine Beine, gebrochene Äste in diesem Winter, 
mit seinen Minuten aus Kupfer. 




Kerstin Fischer     

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Lyrikatelier Fischerhaus

Poesie, Malerei und Zeichnung. Eigene Gedichte, Bilder, Rezensionen - Lyrik only

morehotlist

Magazin der unabhängigen Bücher & Buchmenschen

leseschatz

Erlesenes von Hauke Harder

Pega Mund : driftout

poems notes marks occur blur crave. durch die tage : status und gedicht.

Windstriche

Steglich WordPress.com weblog

muetzenfalterin

die Welt unter meinem Hut

parasitenpresse

Verlag für neue Literatur

Nacht und Tag

Literaturblog

LiteraturReich

Ein Literaturblog

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

%d Bloggern gefällt das: