Grabfern

Vogelstimmen über dem Asphalt des Februars. 
Sie dringen durch das mundweit geöffnete Fenster 
meiner jungen Wörter. 
Im Nebel sitzt noch die kranke Spinne. 
Ich habe sie von meinen grauen Schultern geschoben.
Meine Weiden sind nun parfümiert mit Wolkenlosigkeit.
Der Beruf ist nackte Essenz.
Er macht sich den angegriffenen Körper untertan,
taucht ihn in das Fruchtwasser der Stille.
Jeder Tropfen Regen an den kahlen Zweigen ist ein kleines Meer, 
in dem sich das Zeichen meiner Sonne spiegelt. 
Libelle Phantasie, - ich gehe über die morgenleere Straße, 
bis an die Klippen zwischen Süden und Jenseits. 
Ich gehe mit warmer Erde in der Hand, grabfern, 
denn der Schutzgeist wohnt im Gedicht. 





Kerstin Fischer             

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