Es wird Tag

Stadtlärm sinkt in die nächtlichen Pfützen, macht sie grauhäutig, wie meinen Verdacht. Graue Katzen auf breiten, wimmernden Straßen. Das Licht unter den brüchigen Fragen wittert meinen Geruch. Die Piazza hält ihre Lider geschlossen immer noch verwaiste Zigarettenstummel auf dem Asphalt, träge und rot geküsst. Ich lehne mich an die Mauer, die in bloße, klare Himmel„Es wird Tag“ weiterlesen

weil es keinen grund gibt für grund. Axel Görlach

Eine Kraftader geht durch die Gedichte von Axel Görlach, die mit eindrucksvollen Details poetische Krater aufreißt, wie in dem Zyklus „slavkovský les – grenzland“ des Bandes: „dahinter die blühende rodung / mit einem torso aus holz, schlafsäle atmen / durch vernagelte fenster den tag/“. Immer wieder sinken Visionen des lyrischen Ichs, denen etwas Existenzielles anhaftet„weil es keinen grund gibt für grund. Axel Görlach“ weiterlesen

Mitternachtsregenbogen

Die Lichter deiner Meere sinken in meinen Schoß und berühren die Tränen aus Eis in dieser Winternacht, die die dunklen Wälder verlassen hat, um ihre Kälte an unseren warmen Orangen zu verlieren. Mitternachtsregenbogen. Ich trinke seinen Glanz und träufle ihn auf deine weiße, lachende Haut im Sonnenpunkt des Glücks.

Frühstück in Göttingen

Knuspern hinter den ausgeschorenen Nacken an hellblauen Strickpullovern, weil die Erhabenheit des Büffets ohne Eier auskommt. Im Tee blasses Wanken. Die Dichte der Unschuld vor dem Schuldigwerden des Tages. Joghurtklacks in Müsli Chiffon. Gläserne Früchtekultur gleich nebenan. Marunde Leberwürste in der Lichtschranke des BMI und Schinken wie Betten aufgeschlagen hinter Vitrinen warten auf teiglahme Brötchen.„Frühstück in Göttingen“ weiterlesen

Rote Spur

Ich bin verloren zwischen den Spalten der Früchte, verloren im Warten des Wintergartens. Das orange Sonnensegel schützt meinen wachsenden Kern, der Briefe der keimenden Nacht notiert, die mit den gläsernen Locken der Engel spielt. Der Morgen liegt auf der Pritsche und trinkt den Rest Mond aus den Bechern. Ich zeichne die Linien des Vogelfluges in„Rote Spur“ weiterlesen

Mitbringsel. Walle Sayer

Walle Sayers Gedichte lauschen am Blau des Augenblicks, an den Überlagerungen all seiner anonymen Facetten. So wird der Augenblick zum Faszinosum und gleichsam zur Wundertüte, die sich dem Leser und der Leserin öffnet: „Morgenröte, da die Straßenlampe erlischt, jetzt, / wenn die Nachtschwester bei der Übergabe gähnt, / die Brezeln in der Bäckertüte noch offenwarm„Mitbringsel. Walle Sayer“ weiterlesen

Winterseite

Auf die Winterseite meines Spiegelbildes fällt ein Tropfen Tod. Er schweigt mir das Licht aus der Stirn und küsst meine rot geschminkten Lippen. Aus den Uhren fallen bleiche Ziffern in meinen Schoß. Ich öffne den Zaunkönigen das Fenster. Sie fliegen in die Schatten der Fragen nach fremden Stunden mit Gebrechen aus Wind. Meine Zeit, eine„Winterseite“ weiterlesen

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