Herbstnotiz

Sonnenwasser zwischen uns. Es scheint auf meine Haut und wärmt meine Nacht. Am Horizont Elche, Septemberscherenschnitte in milder Herbstglut begehren das Vergehen. Wir vergeben den Raupen in uns, damit wir Schmetterlinge zeichnen, mit weisen, weißen Federn. Ich träufle ihren Beginn in den singenden Nebel auf dem Feld über das schon die Krähen ziehen. Der Morgen„Herbstnotiz“ weiterlesen

Ernte

Herbstflügel tupfen schon gelbe Blätter in das Gras. Die Schale des Spätsommers leuchtet über dem gepflügten Feld. Am Wegrand taumeln Brombeeren in die dunklen, gierigen Mäuler der Waldläufer. Ich häute die Ruhe über dem Fluss und sammle das Blau aus den letzten Kornblumen bis Wörter aus ihm entstehen. Meine Ernte ist blau. Kerstin Fischer

Der Gipfel

Ich reiße an der blauen Tapete, Stück für Stück aus mir, bis ich zum Krümel werde, der nutzlos auf den Gängen liegt, während die Tauben von meinem Wasser trinken. Kehliges Gurren des anderen vor Feuerwänden. Meine sind aus kühlem Stahl. Sie spiegeln meinen nassen Schatten. Ich träume er ist anmutig. Er wird mein Kraftballon. Er„Der Gipfel“ weiterlesen

„Sprache ist Haut“

„Sternenlichtregen“ ist der Band mit zeitgenössischer Lyrik aus Norwegen überschrieben, der beim Wunderhorn Verlag erschienen ist. Wie passend, denn die Gedichte, der hier versammelten 18 Lyriker und Lyrikerinnen kommen wie ein Sternenlichtregen daher. Gleichwohl ist der Titel einem Gedicht von He Dong entliehen: „die wolken tosten um mitternacht / lauschten der klang von tropfen auf„„Sprache ist Haut““ weiterlesen

Ein Schauender

Die Gedichte von Vít Slíva in dieser zweisprachigen Ausgabe von Trommeln auf Fässer sind wie Feuer über klarem Schnee, vereinen in ihrer Lebensunterwerfung scheinbar Unvereinbares. Darin liegt ihre hohe Kunst. Es gibt nichts zu beklagen, alles hat seine Berechtigung im Kleinen wie im Großen: „Runkelrübe,- Man wird dich hacken, schneiden, essen. / Die Erde, deine„Ein Schauender“ weiterlesen

Morgen

Die Stadt eine Wandmalerei. Getauftes Leder mein eigener Randbezirk. Stück um Stück entnehme ich das Künftige aus bunten Taschen darauf Sommergelübde kornblumenblau. Im Hinblick auf die Schwere anthraziten Regens stilles Verharren im unendlich Endlichen. Ich fühle in den Anfang neuer Ketten, die aus hellen Burgen fließen. Ich schnüre meine Handgelenke weiß, um nicht davonzufliegen. Mein„Morgen“ weiterlesen

quarantänelyrik

»ihr lest keine lyrik, seid ihr wahnsinnig?«

Das poetische Zimmer

ein Raum voller Lyrik, Gedichte, Poesie

ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

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